Alles nur vorgetäuscht – Fake-Porno-App erpresst Lösegeld

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Einer Studie zufolge fallen 12,5% aller Webseitenaufrufe in Deutschland auf Pornoseiten. Es lässt sich also erahnen, dass sich viele Internetnutzer schon mal auf eine Seite mit sexuellen Inhalten „verirrt“ haben. Trotzdem will niemand, dass die Anzahl der Besuche und die Art der Inhalte im gesamten Umfeld bekannt werden. Wer die Android-App Porn’O’Mania auf sein Smartphone lädt und nicht bereit ist, Lösegeld zu zahlen, muss jedoch genau damit rechnen.


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Porno-Apps gibt es wie Sand am Meer. Offenbar müssen Android-User aber (mal wieder) genau aufpassen, was sie sich aufs Smartphone laden. Die Sicherheitsexperten von Symantec berichten, dass die App Porn’O’Mania Benutzer besonders fies austrickst. Es handelt sich um eine Ransomware-Variante – Ransom ist das englische Wort für Lösegeld. Nach der Installation wird der User aufgefordert, ein Zusatzpaket zu downloaden, um die App in vollem Umfang nutzen zu können. Diesen „vollen Umfang“ bereuen die Betroffenen jedoch anschließend sehr schnell.

 

Porn’O’Mania erschleicht sich Admin-Rechte

Bei der Installation des Zusatzpakets wird den Usern ein Overlay angezeigt – statt des eigentlichen Dialogs. Tatsächlich wird abgefragt, ob man der App Admin-Rechte einräumen will. Das sieht man natürlich nicht. Der Button „Continue“ des Overlays liegt direkt über dem Button „Activate“ des System-Dialogs. Man denkt also, man würde die Installation abschließen – stattdessen gibt man der Ransomware vollen Zugriff auf sein Smartphone.

Was dann passiert, ist wahrscheinlich der Horror eines jeden heimlichen Porno-Liebhabers: der Bildschirm wird gesperrt, die PIN geändert, sämtliche Daten verschlüsselt und es wird damit gedroht, den gesamten Browserverlauf an alle Nummern aus der Kontaktliste zu schicken – es sei denn, man zahlt das Lösegeld.

 

Wie man sich vor Ransomware schützen kann

Wer grundsätzlich nur Apps aus dem Google Playstore lädt, ist fast immer auf der sicheren Seite – die hinterhältige Ransomware ist nur auf Drittanbieterseiten erhältlich. Zudem müssen sich nur die fürchten, die eine ältere Version als Android 5.0 nutzen, bei neueren Versionen ist es nicht mehr möglich, Systemdialoge zu überdecken. Symantec weist allerdings darauf hin, dass immer noch 67% aller Android-User die betroffenen, älteren Versionen verwenden.

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