Anzahl der Banking-Trojaner im Netz steigt um 84 Prozent

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Wenn Sie privat das Online-Banking nutzen, sollten die oben genannten Zahlen aber nicht als allzu beruhigend interpretieren. Es geht in dieser Untersuchung um neu entwickelte Banking-Trojaner, viele alte Varianten sind nach wie vor im Umlauf. Wenn Ihr Rechner nicht durch eine aktuelle Anti-Virensoftware geschützt ist, sind diese nach wie vor gefährlich.


Smartphone und Geld liegen vor einem Laptop

Die Anzahl der Banking-Trojaner steigt immer mehr. Nicht nur Privatpersonen sind betroffen. (JESHOOTScom / pixabay.com)

Banking-Trojaner greifen vermehrt Unternehmen an

Einer aktuellen Untersuchung zufolge haben die Angreifer ihre Strategie geändert. In den vergangenen Jahren dominierten die relativ simpel gestrickten Trojaner, die einfach zu erkennen und zu entfernen waren. Die Hoffnung der Cyber-Kriminellen gründete sich darauf, dass sich schon genügend ungeschützte Rechner finden lassen werden, wenn die Malware nur breit genug im Netz gestreut wird. Inzwischen setzen die Hacker aber vermehrt auf komplexe Schadsoftware, die speziell für Angriffe auf die gewöhnlich besser geschützten Unternehmensnetze entwickelt wird. Allein vom zweiten zum dritten Quartal 2018 ist eine Zunahme solcher Angriffe um 84 Prozent zu verzeichnen. Die Angriffe auf Privatrechner sind dagegen seit Jahresbeginn lediglich um vier Prozent gestiegen.

Office-Dokumente sind das größte Sicherheitsrisiko

Der wichtigste Verbreitungsweg für Banking-Trojaner sind Office Dokumente. Aktuell werden etwas zwei Drittel der Trojaner auf diese Weise als Mail-Anhänge verteilt. Normalerweise sollten Virenscanner die Schädlinge erkennen, aber insbesondere in Bewerbungen werden die Dokumente häufig komprimiert versandt. Dasselbe gilt übrigens auch für Verschlüsselungstrojaner. Eine einfache Schutzmaßnahme kann darin bestehen, komprimierte Dateien nur auf speziellen Rechnern zu entpacken, die idealerweise nicht mit dem Netz verbunden sind. Es mag lästig sein, die Dateien auf einem USB-Stick oder einer DVD hin und her zu tragen, aber es ist ein wirksamer Schutz.

Kein Grund zur Entwarnung

Wenn Sie privat das Online-Banking nutzen, sollten die oben genannten Zahlen aber nicht als allzu beruhigend interpretieren. Es geht in dieser Untersuchung um neu entwickelte Banking-Trojaner, viele alte Varianten sind nach wie vor im Umlauf. Wenn Ihr Rechner nicht durch eine aktuelle Anti-Virensoftware geschützt ist, sind diese nach wie vor gefährlich.

Mobile-Banking-Trojaner auf dem Vormarsch

Es ist schon ein Kreuz mit diesen Statistiken! Je nachdem, was womit verglichen wird, klingt das Ganze gleich gefährlicher oder weniger gefährlich. In absoluten Zahlen sind Banking-Trojaner für das Smartphone in Deutschland ein geringes Problem, verglichen mit Malware für den PC. Das zeigt sich auch im internationalen Vergleich. Bei den Angriffen mit Banking-Trojanern auf PCs nimmt Deutschland weltweit einen Spitzenplatz ein, bei Angriffen auf Smartphones nicht einmal einen Platz in den Top 10. Das liegt vermutlich einfach daran, dass Mobile-Banking hierzulande noch wenig verbreitet ist.

Zahl der Mobile-Banking-Trojaner nimmt schnell zu

Die schlechte Nachricht lautet, dass auch in Deutschland die Zahl der Mobile-Banking-Trojaner aktuell rasch ansteigt. Allein im zweiten Quartal 2018 tauchten 61.000 neue beziehungsweise modifizierte Varianten auf. Dieser dramatischen Zahl steht aber wegen der geringen Verbreitung des Mobile-Bankings nur eine geringe Zahl tatsächlicher Schadensfälle gegenüber. Im Klartext: Viele diese Banking-Trojaner sind vermutlich auf Smartphones ohne Mobile-Banking gelandet.

Was bedeutet all das für Privatanwender?

Solange Sie für das Online-Banking den PC nutzen, sind Sie einigermaßen sicher, wenn Sie einen aktuellen Virenscanner nutzen und die bekannten Sicherheitshinweise beachten. Grundsätzlich gilt für Smartphones zwar dasselbe, aber die Praxis zeigt, dass Sicherheitslücken hier langsamer geschlossen werden. Ein wichtiger Grund dafür besteht sicherlich darin, dass wegen der langsameren Verbindungen automatische Updates oft deaktiviert werden. Wenn dies bei Ihnen auch der Fall ist, stellt das Mobile-Online-Banking ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

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