Cyberangriffe bei 41 Prozent der Internetnutzer festgestellt

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In einer vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) in Auftrag gegebenen Umfrage gaben 41 Prozent der Befragten an, schon einmal Opfer von Internetkriminalität geworden zu sein. 


Mann mit Laptop auf dem "Cyber Attack" steht

Umfrageergebnisse zeigen, dass viele Internetnutzer von Cyberangriffen betroffen sind (Rawpixel.com / shutterstock.com)

Phishing, Verschlüsselungstrojaner, betrügerische Online-Shops

Laut dieser Umfrage wurden acht Prozent der Internetnutzer schon mindestens einmal beim Online-Shopping betrogen. Sechs Prozent wurde Opfer von Phishing und vier Prozent hatten schon mit Verschlüsselungstrojanern zu tun. Soweit es diese Ergebnisse betrifft, erscheinen die Umfrageergebnisse tatsächlich glaubhaft. Denn wer Opfer eines der genannten Delikte wird, bemerkt es relativ schnell. Fast schon amüsant wirken dagegen die Umfrageergebnisse zu Viren und Trojanern.

Viren und Trojaner nur auf knapp 20 Prozent der Rechner?

Weniger als ein Fünftel der User gaben an, dass ihre Rechner oder Smartphones schon einmal von Viren oder Trojanern betroffen waren. Es fällt nicht leicht, diese Zahl zu glauben. Denn viele Varianten von Schadsoftware sind dazu gedacht, sich unbemerkt auf Rechner einzunisten, ohne auf den betroffenen Rechnern selbst Schäden zu verursachen. Es ist daher fraglich, ob eine Umfrage geeignet ist, die Dimension des Problems zu erfassen. Zumal in derselbe Umfrage nur zwei Drittel der User angaben, überhaupt einen aktuellen Virenscanner zu benutzen. Bei dem verbleibenden Drittel darf man eine Infektionsquote von ziemlich genau 100 Prozent unterstellen.

Datenschutz interessiert die Mehrheit kaum

Die Umfrage bestätigt darüber hinaus, was Betreiber von Online-Shops schon lange wissen. Die AGB und Datenschutzerklärung interessieren kaum jemanden, aber wenn es um Geld geht, werden die Kunden äußerst vorsichtig. In der Umfrage zeigt sich dasselbe Bild: Mehr als 70 Prozent halten Sicherheit beim Online-Banking für wichtig (was mögen nur die übrigen fast 30 Prozent denken?), beim Online-Shoppen sind es immerhin noch 45 Prozent. Für soziale Netzwerke oder auch für die Vernetzung von Hausgeräten ist die Sicherheit ein Randthema, das nur eine kleine Minderheit interessiert.

Identitätsdiebstahl ist eine ernste Gefahr

Offenbar halten viele der Befragten einen Identitätsdiebstahl für eine vergleichsweise geringe Gefahr. Zu unrecht, denn wenn jemand die Kontrolle über einen fremdem Facebook-Account übernimmt, kann dies für den Betroffenen dramatische Konsequenzen haben. Einerseits kann der Facebook-Account auf vielen Seiten zu Anmeldung genutzt werden. Darunter sind auch Seiten, die kostenpflichtige Dienste anbieten. Ansonsten sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt, welche gar nicht lustigen Scherze jemand mit einem fremden Account treiben kann. Im günstigsten Fall sind anschließend nur ein paar Freunde ziemlich sauer. Wenn es schlimm kommt, kann auch plötzlich eine schwerbewaffnete Anti-Terror-Einheit im Flur stehen.

Geringe Anzeigenquote

Nicht einmal jedes fünfte Opfer von Cyberkriminalität erstattet Anzeige, die Polizei wünscht sich einen deutlich höheren Anteil. Dabei gehe es primär darum, die Methoden der Kriminellen zu analysieren. Die Hoffnung, neben diesem Aspekt der Generalprävention auch ganz unmittelbar von der Anzeige zu profitieren, ist aber leider eher gering. Die Mehrzahl der Täter operiert vom Ausland aus und ist für die deutsche Polizei und Justiz kaum erreichbar.

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