Die Cloud-Auswahl: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

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Alle reden von der „Cloud“, aber nicht alle meinen dasselbe damit. Ursprünglich beschrieb dieser Begriff die Datenspeicherung im Internet, bei der es für den User vollkommen uninteressant war, wo seine Daten physisch gespeichert wurden.


Himmel mit Wolken und einer Wolke in Form eines Schutzschildes mit einem Schlüsselloch

Es gibt einige Aspekte, die bei einer Cloud zu beachten sind. (phloxii / shutterstock.com)

Ähnlich wie Sie sich beim Aufruf einer Website gewöhnlich nicht für den Server interessieren, auf dem diese liegt. Weil der Begriff aber zum Modewort wurde, heißt heute so ziemlich alles „Cloud“, was nicht unter dem eigenen Schreibtisch steht.

Die Cloud ist nie umsonst

Manchmal hilft es, an eine einfache Wahrheit zu erinnern: Es ist noch nie ein Unternehmen gegründet worden, dessen Geschäftsidee es ist, Ihnen etwas zu schenken. Auch Speicherplatz im Internet wird nicht verschenkt, wenngleich zahlreiche Angebote kostenlos sind. Am Ende läuft es stets darauf hinaus, dass Sie statt mit Geld mit Daten bezahlen, die zu Werbezwecken gebraucht beziehungsweise missbraucht werden. Die Wege dahin können sehr unterschiedlich sein. Unternehmen wie Google nutzen Cloud-Angebote wie Google Drive vorrangig, um selbst Werbung gezielter einsetzen zu können. Andere Anbieter verkaufen Ihre Daten einfach an Unternehmen, die personenbezogene Werbung auf Websites platzieren.

Soll man kostenlose Datenspeicher im Netz nutzen?

Aus pragmatischer Sicht ist die Antwort sehr einfach: Die kostenlose Cloud ist dann in Ordnung, wenn es um Daten geht, bei denen es nicht allzu schlimm ist, wenn Fremde sie sehen. Ob das bei Ihren Urlaubs- und Familienbildern der Fall ist, müssen Sie selbst entscheiden. Letztlich ist es allein Ihre Sache, wie wichtig Ihnen die Vertraulichkeit Ihrer Daten ist.

Einspruch!

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass der letzte Satz des vorigen Absatzes durchaus nicht unumstritten ist. Denn wenn Unternehmen über einen großen Teil der Bevölkerung sehr viele Informationen sammeln, hat das auch Auswirkungen auf diejenigen, die im Internet keine Daten preisgeben. Die Forderung, der Umgang mit seinen privaten Daten dürfe nicht jedem selbst überlassen werden, ist nicht gänzlich von der Hand zu weisen. So mancher hat das schon gemerkt, weil er mangels eigener Daten anhand von Daten aus der Nachbarschaft als nicht kreditwürdig eingestuft wurde. Aber das ist ein Thema für sich!

Kostenpflichtige Cloud-Anbieter

Für Unternehmen waren die unsicheren kostenlosen Cloud-Anbieter nie ein Thema. Andererseits wollten Sie aber nicht auf die Vorteile der Cloud verzichten, immer und überall auf Daten zugreifen zu können. Und weil es zu jeder Nachfrage auch bald das passende Angebot gibt, haben sich Unternehmen darauf spezialisiert, sicheren Speicherplatz zur Verfügung zu stellen. Diese Angebote stehen meist auch Privatkunden zu recht moderaten Preisen offen.

Der Standort des Cloud-Anbieters ist wichtig

Bei der Suche nach einem sicheren Cloud-Anbieter ist der Standort der Server ein einfaches und wichtiges Kriterium. Denn dieser entscheidet darüber, welches Datenschutzrecht zur Anwendung kommt. Unternehmen meiden daher inzwischen mehrheitlich amerikanische Anbieter, weil dort zumindest der Staat beziehungsweise dessen Sicherheitsbehörden Zugriff auf die Daten nehmen können. Für Konstruktionspläne und andere Betriebsgeheimnisse stellt dies ein reales Problem dar. Aber auch für private Daten ist dies nicht unkritisch. Im US-Wahlkampf haben entsprechend spezialisierte Unternehmen anhand von Onlinedaten detaillierte Profile von vielen Millionen potenzieller Wähler erstellt. Und niemand verbietet ihnen, auch für Kunden im Ausland tätig zu werden.

Welche Sicherheitsmerkmale sind entscheidend?

Auf jeden Fall sollten die Daten beim Provider verschlüsselt abgelegt werden. Auch die Datenübertragung sollte selbstverständlich nur verschlüsselt erfolgen. Idealerweise über eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung. Dabei werden die Daten auf dem Rechner des Kunden verschlüsselt beziehungsweise entschlüsselt und nur er verfügt über den Schlüssel. Damit hat auch der Cloud-Provider keinen Zugriff auf die unverschlüsselten Daten. Vorteilhaft ist auch der Einsatz einer Zwei-Faktor-Authentifizierung bei der Anmeldung. Das bedeutet, dass neben dem Passwort noch etwas benötigt wird, was sich physisch in Ihrem Besitz befindet. Beim Geldautomaten ist dies die EC-Karte, im Internet übernimmt meist das Smartphone diesen Part. Bei der Anmeldung wird eine PIN an das Smartphone gesendet, die zusätzlich zum Passwort eingegeben werden muss.

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