Die Festung bekommt Risse: Ransomware macht auch vor Apple nicht Halt

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Lange Zeit hat man gedacht, das Apple-Betriebssystem OS X wäre eine uneinnehmbare Festung. Viren, Trojaner, Malware? Für Mac-Nutzer kein Problem. Aber das war einmal: Der Erpressungstrojaner „KeRanger“ ist zwar eher kurios als gefährlich – er beweist aber, dass auch Apple nicht zu 100% sicher ist.


 

Alte Burgruine

Die Festung Apple bekommt erste Risse (Flickr.com / Polybert49)

Eine alte Weisheit besagt: „Für Macs gibt es keine Trojaner.“ Ganz so ist es zwar nicht – der Mythos von der uneinnehmbaren Festung des Apple-PCs ist für viele aber immer noch fest in den Gedanken verankert. In den letzten Tagen wurden diese Annahmen allerdings eines Besseren belehrt. Ein Ransomware-Trojaner mit dem Namen KeRanger hat es geschafft, zahlreiche Macs zu infizieren. Nach drei Tagen verschlüsselt er alle Daten, die sich auf dem Rechner befinden und fordert anschließend rund 380 Euro Lösegeld vom Nutzer. Gezahlt wird via BitCoin.

Verbreitet wurde der Trojaner über den Installer des beliebten BitTorrent-Netzwerks „Transmission“, mit dem User Daten auf den Mac laden können. Mittlerweile wurde die infizierte Installationsdatei allerdings entfernt. Dem Unternehmen zufolge konnte KeRanger allerdings nur maximal 6.500 Macs infizieren, öfter wurde die Datei nicht heruntergeladen.

Keine Panik

Die gute Nachricht: zum einen hat Apple bereits einen Tag nach dem Ausbruch dafür gesorgt, dass die Ransomware nicht mehr installiert werden kann. Zum anderen hat der Anbieter von „Transmission“ bereits eine neue Version des Programms bereitgestellt, die den Trojaner von bereits infizierten Macs entfernen kann.

Letzten Endes wird KeRanger also niemandem ernsthaft gefährlich. Trotzdem wurde durch die Attacke der Beweis erbracht, dass Apple nicht alle Sicherheitslücken schließen kann – und allein das wirft ein ganz anderes Licht auf das Betriebssystem OS X.

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2 Kommentare
    • M.E.
    • 15. März 2016
    Antworten

    Ein interessanter Artikel, allerdings ist es keine Neuigkeit, dass es für OSX “Viren” gibt – auch wenn hier der Autor Viren (Programmfragmente) und Trojaner (also Programme) gerne ein bisschen durcheinandergewürfelt hat. Hier ein Link: http://www.apfelwerk.de/2014/11/51-viren-fuer-mac-os-x/

      • admin
      • 17. März 2016
      Antworten

      Danke für die Info! Wir haben den Artikel nochmals angepasst.

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