Fake-Rechnungen von Klarna per Mail

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Gegenwärtig werden gefälschte Rechnungen im Namen des Internet-Bezahldienstes Klarna versandt. Die Klarna Bank AG ist europaweit tätig und auf Online-Bezahlvorgänge spezialisiert. Die gefälschte Rechnung enthält eine gefährliche Schadsoftware, die derzeit von den meisten Virenscannern noch nicht erkannt wird. Daher sollten Sie Anhänge von Mails, die scheinbar von der Klarna Bank versandt wurden, auf keinen Fall öffnen. 


Besorgtes Pärchen sitzt vor einem Laptop und hält einen Brief in der Hand

Gefälschte Klarna Rechnungen werden per Mail versandt und enthalten Schadsoftware (WAYHOME studio / shutterstock.com)

Fake-Rechnung mit korrekter Anschrift

Das Vorgehen der Betrüger ist typisch. Sie wählen einen großen Anbieter wie Klarna und können daher darauf vertrauen, dass unter den zahlreichen Empfängern der Spam-Mail auch Kunden des Unternehmens sind. Typisch ist auch, dass die Betrüger über korrekte Adressinformationen verfügen und daher in den Mails korrekte Anreden und Anschriften verwenden. Derartige Daten werden von Hackern auf zahlreichen Websites gestohlen und in der kriminellen Szene im Internet gehandelt. Daher ist es leider nicht unüblich, dass Betrüger auf diese Weise Seriosität vortäuschen können. Mittlerweile scheint der Datenbestand der Betrüger aber aufgebraucht zu sein. Die letzten Klarna Fake-Rechnungen wurden ohne Anschriften versandt.

Variierende Betreffzeilen und Absenderadressen

Die Betrüger gehen in diesem Fall sehr geschickt vor. Die Anschreiben in den E-Mails wirken professionell und seriös. Außerdem weisen die Mails zahlreiche verschiedene Betreffzeilen auf. In den Betreffzeilen taucht stets der Begriff „Klarna“ auf, ansonsten unterscheiden sie sich deutlich. Manchmal ist von nicht eingelösten Lastschriften die Rede, manchmal von ignorierten Mahnungen, manchmal auch einfach von offenen Rechnungsbeträgen. Auch der angezeigte Name des Absenders variiert, Beispiele sind „Abrechnung Klarna Bank AG“ oder „Hantschel & Wollny Rechtsanwälte“. Der einzige Schutz besteht daher darin, ausnahmslos alle Rechnungen ungelesen zu löschen, die angeblich von Klarna stammen.

Fake-Rechnungen können ohne Risiko gelöscht werden!

Selbst wenn Sie versehentlich einmal eine Rechnung oder eine Mahnung zu viel löschen, müssen Sie nicht mit schlimmen Konsequenzen rechnen. Grundsätzlich gilt zwar, dass für Mahnungen gesetzlich keine bestimmte Form vorgeschrieben ist und es daher tatsächlich möglich ist, Mahnungen per Mail zu versenden. Allerdings muss der Absender den Zugang der Mahnung nachweisen. Im Fall einer E-Mail reicht es daher aus, wenn der Empfänger einfach behauptet, diese sei nicht angekommen, weil sie vermutlich im Spam-Ordner gelandet sei. Dieser Hinweis ist natürlich nicht als Tipp für Leute zu verstehen, die ihre Rechnungen nicht bezahlen wollen. Es geht nur darum zu verdeutlichen, dass kein seriöses Unternehmen Dokumente per Mail verschickt, deren Zugang es vor Gericht beweisen muss.

Was tun bei einer Infektion mit Schadsoftware?

Momentan ist die Situation ein wenig kompliziert, weil längst nicht alle Virenscanner die Malware in den Klarna-Mails erkennen. Aber dieses Problem wird sich sicher bald lösen. Wenn Sie den infizierten Anhang geöffnet haben, bleiben Ihnen bis dahin drei Optionen. Sie können einfach abwarten, bis Ihr Virenscanner die Schadsoftware erkennt. Wirklich empfehlenswert ist dieses Vorgehen nicht. Wenn Sie sich doch dazu entschließen, sollten Sie in der Zwischenzeit keinesfalls Online-Banking nutzen oder an anderer Stelle Konto- oder Kreditkartendaten eingeben. Sie können alternativ recherchieren, welche Programme den Schädling erkennen und eines davon nutzen. Da sich dies sehr schnell ändern wird, bleibt leider keine andere Wahl, als tagesaktuell zu suchen. Oder Sie führen eine Neuinstallation des Rechners durch. Auch dies ist keine angenehme Wahl, weil es eben lange dauert, bis der Rechner wieder nach den eigenen Vorstellungen eingerichtet ist. Aber es ist die sicherste Methode!

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