Illegale Downloads verbreiten Schadsoftware

Keine Kommentare
 

Hinter dem Begriff „Illegale Downloads“ kann sich vieles verbergen. Oft geht es um urheberrechtlich geschützte Filme oder Musiktitel, die auf einschlägigen Plattformen als Schwarzkopien angeboten werden. Beliebt sind auch gehackte Versionen kostenpflichtiger Anwendersoftware oder Spiele. Als besonders tückisch erweisen sich oft Streaming-Clients, mit denen angeblich kostenpflichtige Inhalte wie Fußballübertragungen kostenlos gestreamt werden können. 


Laptop auf einem Tisch mit einem Download-Symbol auf dem Bildschirm

Downloads auf verdächtigen Webseiten können Schadsoftware enthalten. (geralt / pixabay.com)

Überall kann sich Malware verbergen und sehr oft ist dies auch der Fall, wie eine aktuelle Untersuchung der EU ergeben hat.

Eine Studie des EUIPO

Durchgeführt hat die Studie das European Union Intellectual Property Office (EUIPO), also das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum. Dabei wurden auf einschlägigen Seiten mit illegalen Downloads mehr als 4000 schädliche Dateien entdeckt. Veröffentlicht wurde die Untersuchung bisher nicht, sondern nur das eben erwähnte Ergebnis. Deswegen bleibt unklar, was genau bei der Untersuchung entdeckt wurde. Sind die illegalen Downloads selbst mit Malware infiziert? Oder geht es eher darum, dass die Websites infiziert sind und zusätzlich zu den illegalen Downloads Schadsoftware installieren?

Können Videos, Bilder und Musikdateien Schadsoftware enthalten?

Ja, theoretisch kann sich in fast jedem Dateiformat Schadsoftware befinden. Selbst in scheinbar harmlosen JPEG-Bildern kann Malware versteckt sein. Auch Videofiles und Audiofiles sind nicht ganz sicher. Aber es ist nicht leicht, überhaupt Beispiele aus der Praxis zu finden, in denen auf diese Weise Malware verbreitet wurde. Sehr viel häufiger sind gefälschte Links anzutreffen. Also Links, die vermeintlich zum Beispiel auf ein Video verweisen, in Wahrheit aber ein ausführbare Datei aufrufen.

Meist ist der Klick gefährlicher als die Datei

Kurz und knapp: Wirklich gefährlich sind meist nicht Multi-Media-Dateien, sondern das, was beim Klick auf einen Link sonst noch so alles passieren kann. Sie können das Risiko also deutlich minimieren, wenn Sie nicht auf die Links klicken sondern die Dateien manuell über die entsprechende Video- oder Audiosoftware starten. Zugegeben, soziale Netzwerke machen so deutlich weniger Spaß. Aber zumindest wenn Ihnen eine Quelle suspekt erscheint, sollten Sie den Link entweder ignorieren oder wenigstens den Umweg über den manuellen Start wählen.

Welche Schädlinge lauern auf illegalen Downloadseiten?

Wer illegale Raubkopien ausführbarer Programme herunterlädt, muss mit allem rechnen. Auf Windows-Rechner werden Sie bei der Installation sogar gefragt, ob Sie der Quelle vertrauen. Wenn Sie hier bei einem illegalen Download auf „Ja“ klicken, müssen Sie halt mit dem leben, was danach passiert. Dagegen gibt es kein Schutz. Vor bekannten Viren sind Sie zwar selbst dann noch geschützt, sofern Sie einen aktuellen Virenscanner nutzen. Aber Dateien zu löschen oder an irgendjemanden im Internet zu verschicken, ist keine Schadfunktion einer Software, sofern Sie der Installation ausdrücklich zustimmen.

Meist handelt es sich um Adware

Einige Hacker verfolgen ausschließlich destruktive Ziele. Deren Schadsoftware zielt einfach nur darauf ab, Ihre Daten zu vernichten oder Ihren Rechner unbrauchbar zu machen. Diese Form des absolut sinnlosen Online-Vandalismus ist aber eher die Ausnahme als die Regel. Die meisten Hacker wollen auf die eine oder andere Weise Geld verdienen. Ein Weg dazu bieten Trojaner oder Phishing-Software, um an Konto- oder Kreditkartendaten zu kommen. Es ist allerdings nicht leicht und überdies riskant, mit diesen Daten tatsächlich Konten zu plündern. Meist wählen die Hacker einen Weg, der erstens einfacher ist und zweitens juristisch kaum Risiken birgt.

Adware nutzt Vergütungsmodelle der Online-Werbung

Werbung im Internet wird üblicherweise nach der Zahl der Klicks beziehungsweise der Besucher einer Webseite bezahlt. Hacker schmuggeln Adware auf fremde Rechner, die anschließend die entsprechenden Seiten aufruft. Manchmal passiert das unbemerkt in unsichtbaren Browserfenstern. Das bemerken Sie vielleicht nur bei mobilen Internetverbindungen, die plötzlich noch langsamer werden und deren Datenvolumen schnell aufgebraucht wird. Andere Adware geht offen vor und überschwemmt den Desktop mit unzähligen Popups und neuen Browserfenstern. Genau auf diese Weise finanzieren sich zum Beispiel viele der im Ausland betriebenen Seiten, die Sportübertragungen des Pay-TV illegal streamen.

Über Browser Security

Browser Security ist Ihr Browser-Add-on zum Schutz vor Phishing-Domains und gefährlichen Malware-Angriffen. Vertrauen Sie unserer Live-Protection und der E-Mail-Kontrolle für ein bedenkenloses Surf-Erlebnis und schützen Sie sich effektiv vor Datenklau!

 
Keine Kommentare

Kommentar hinterlassen