Malware-Infektionen beim Weihnachtsshopping

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Neben der Spam-Mail und Botnetzen sind infizierte Webseiten der wichtigste Verbreitungsweg für Verschlüsselungstrojaner und andere Schadsoftware. Das Zeitfenster, innerhalb dessen die Kriminellen auf eine schnelle Verbreitung ihrer neuen Malware hoffen können, ist nicht allzu lang. 


Eine Frau sitzt mit dem Laptop auf den Beinen und einer Tasse Kaffee in der Hand zwischen vielen Geschenken

Auch beim Weihnachtsshopping ist man vor Maleware nicht mehr sicher (Prostock-studio / shutterstock.com)

Ist die Schadsoftware erst identifiziert, sinkt die Infektionsrate schnell ab. Die meisten Betreiber von Websites – leider nicht alle! – reagieren schnell und entfernen den schädlichen Code von ihren Webseiten. Auch die meisten Rechner – leider auch hier nicht alle! – der Internetuser sind nach dem nächsten Update des Virenscanners zuverlässig geschützt, weil die neue Schadsoftware dann in die so genannte Signaturdatei des Virenscanners aufgenommen wurde und daher sofort erkannt wird.

Weihnachtszeit ist Malware-Zeit!

Weil die Kriminellen ihre größten Erfolge in den ersten Tagen der Verbreitung neuer Malware erzielen, starten sie ihre Angriffe vorzugsweise dann, wenn auf den attackierten Websites mit vielen Zugriffen von Usern zu rechnen ist. Onlineshops sind daher insbesondere in der Vorweihnachtszeit lohnende Angriffsziele, weil auch die Umsätze des Onlinehandels dann sprunghaft ansteigen.

Angriffe am Black Friday

In den USA wird das Weihnachtsgeschäft traditionell mit dem „Black Friday“ (oder auch „Cyber Friday“) sowie dem “Cyber Monday” am letzten Wochenende im November eingeläutet. Inzwischen ist dieser Trend auch nach Deutschland übergeschwappt. An diesen Tagen locken sowohl der stationäre Handel als auch der Onlinehandel die Kunden mit zahlreichen vermeintlichen oder tatsächlichen Schnäppchenangeboten. Erwartungsgemäß stieg auch die Zahl der Malware Infektionen während des großen Kaufrausches an. Verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vormonats stieg die Zahl der Infektionen in Denver beispielsweise um 276 Prozent an, in New York um 238 Prozent.

Vorsicht bei speziellen “Weihnachtsshops”!

Manche Varianten des Onlinebetrugs spekulieren auch einfach nur darauf, dass die Opfer im Stress der Vorweihnachtszeit weniger wachsam sind. Dazu zählen zum Beispiel die betrügerischen Onlineshops, die manchmal nur wenige Tage lang online sind und während dieser Zeit Geld kassieren, ohne jemals Waren zu versenden. Diese machen sich zunutze, dass viele User nach Begriffen wie „Weihnachtsgeschenke“ oder „Geschenkideen für Kinder“ googeln und sorgen dafür, unter diesen Suchbegriffen gut auffindbar zu sein. Deswegen gilt auch für solche Geschenke-Shops: Unbedingt einen Blick ins Impressum werfen und kurz nach dem Namen des Shops googeln! Wenn dabei viele negative Bewertungen auftauchen, ist Vorsicht angebracht. Dasselbe gilt, wenn Google überhaupt keine Treffer liefert, die älter als eine oder zwei Wochen sind.

Malware nutzt auch menschliche Schwächen aus

Ebenfalls eine alte Variante des Onlinebetrugs ist das Phishing. Dabei werden die User über Links in gefälschten E-Mails auf betrügerische Webseiten gelockt, die den Seiten bekannter Unternehmen täuschend ähnlich sehen. In der Vorweihnachtszeit empfinden Menschen Einsamkeit oft als besonders belastend. Dies nutzen Betrüger verstärkt aus, um Phishing-Mails mit Betreffzeilen wie „Weihnachten zu zweit“ oder „Weihnachten nicht allein“ zu versenden, die auf vermeintliche Partner- oder sonstige Kontaktbörsen verlinken. Hier hilft ein einfacher Ratschlag: Wenn Sie ein solches Angebot interessiert, rufen Sie die Seite nicht über den Link in einer Mail auf! Geben Sie stattdessen die Seite direkt in die Adresszeile des Browsers ein oder nutzen Sie Google oder eine andere Suchmaschine, um auf die Seite des betreffenden Unternehmens zu gelangen.

Infizierte Apps, betrügerische Gewinnspiele…

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass nahezu jede Variante des Onlinebetrugs vor Weihnachten in einer speziellen Weihnachts-Variante auftaucht. In den App-Stores großer Anbieter tauchten spezielle Weihnachts-Apps auf, die mit Malware infiziert waren. Betrügerische Gewinnspiele tarnten sich als Weihnachts-Verlosungen großer Unternehmen. Und sogar der mittlerweile hinlänglich bekannte vermeintlich verstorbene Erbonkel irgendwo in Afrika oder Südamerika tauchte in der Variante des vergessenen Verwandten auf, der seinen lieben Angehörigen angeblich ein Weihnachtsgeschenk überweisen möchte und dazu die Kontodaten benötigt. All diese Betrüger spekulieren darauf, dass die vorweihnachtliche Stimmung Menschen unvorsichtig und ein wenig sorglos werden lässt. Tun Sie ihnen diesen Gefallen nicht, dann kommen Sie auch online gut durch die Weihnachtszeit.

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