Private Einblicke – Hacks auf smarte Geräte

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Smarte Geräte sollen das Leben leichter machen: der Fernseher kann sich mit Netflix verbinden, die Heizung kann man mit dem Smartphone bereits an der Ampel aufdrehen und Rollläden fahren bei Bedarf ganz automatisch herunter. Zwar ermöglicht die komplexe Vernetzung einen gewissen Komfort, bringt aber auch zahlreiche Risiken mit sich.


Internet Of Things Beziehungen

(Vecteezy.com)

Eine gruselige Vorstellung: Man sitzt abends gemütlich mit der Familie auf dem Sofa, denkt sich nichts Böses und sieht gemeinsam einen Film. Unbemerkt wird die ganze Szenerie allerdings gefilmt – von Hackern. Das kann theoretisch jedem passieren, der zu Hause ein Smart-TV mit Kamera stehen hat. In einem TV-Experiment hat Sicherheitsexperte Benjamin Michéle von der TU Berlin genau das bewiesen. Aus einem Auto heraus konnte er ein Paar beobachten, dass es sich auf dem Sofa beim Fernsehen bequem gemacht hatte. Natürlich achten die Hersteller immer mehr auf die Sicherheit – wer seinen Smart TV immer auf dem neusten Stand hält und alle Updates installiert, muss sich im Normalfall nicht sorgen. Fühlt man sich trotzdem unwohl, bleibt immer noch die Möglichkeit, einfach die Kamera zuzukleben.

Smartphones geben Zugriff auf weitere Geräte

Auch Smartphones weisen praktisch täglich neue Sicherheitslücken auf. Eine gravierende wurde erst vor kurzem bei Android-Geräten gefunden: rufen User eine bestimmte Website auf, können Hacker unbemerkt im Hintergrund das Smartphone knacken und nach Lust und Laune Programme installieren. Zum Glück wurde dieses Leck von jemandem entdeckt, der Google daraufhin direkt informiert hat – und dafür natürlich eine Belohnung kassieren konnte. Sowohl Software- als auch Gerätehersteller nutzen diese gängige Praxis des Belohnungsprinzips mit teils großzügigen Geldbeträgen, um Sicherheitslücken im Live-Betrieb besser aufspüren zu können.

Bedenkt man, wie viele andere Geräte vom Smartphone aus gesteuert werden können – und wie sich smarte Geräte im weiteren Verlauf mehr und mehr in den täglichen Alltag integrieren sollen – kann einem schon Angst und Bange werden. Es macht also auch hier Sinn, immer auf Updates zu achten und auf Android-basierten Smartphones grundsätzlich ein Anti-Viren-Programm laufen zu lassen.

Der Horror aller Eltern: Gehackte Babyfone

Schlimmer geht es wohl kaum: Immer wieder hört man jetzt auch von gruseligen Stimmen, die nachts über das Babyfone mit Kindern sprechen. Da moderne Geräte sich mit dem WLAN verbinden können, haben Cyberkriminelle hier oft leichtes Spiel – die Sicherheitsstandards der Hersteller sind zum Teil beunruhigend gering. Noch beunruhigender wird der Gedanke, wenn man bedenkt, dass viele Babyfone darüber hinaus mit einer Kamera ausgestattet sind. Hacker können also nicht nur mit den Kindern sprechen, sondern sie dabei auch beobachten. Schützen können Eltern sich nur mit sicheren Verbindungen und Passwörtern, sofern die Geräte diese Einstellungen unterstützen – oder durch den Gebrauch nicht ganz so smarter Babyfone.

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