Ransomware im Aufwind: Statistisch belegte Gefahr für Unternehmen

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Die Infektionsgefahr durch Ransomware – Malware, die Dateien oder gar den Master Boot Record verschlüsselt und Lösegeld erpresst – hat innerhalb der letzten 12 Monate stark zugenommen. Die Berichte über zahllose Varianten solcher Erpresser-Trojaner häufen sich, und nun belegte der AV-Hersteller Kaspersky die steigende Gefahr auch anhand konkreter Statistiken. Eine zusätzlich veröffentlichte Umfrage zeigt, dass vor allem der Mittelstand Ransomware als großes Risiko sieht. Nach erfolgter Infektion bleibt Betroffenen oft nur die Wahl zwischen der Zahlung einer hohen Geldsumme und dem Verlust wichtiger, oft kundenrelevanter Daten.


Computer wurde gehackt

Ransomware im Aufwind: Statistisch belegte Gefahr für Unternehmen
(pixabay.com / bykst)

Die durch Kaspersky erhobenen Statistiken sprechen eine klare Sprache. Vergleicht man die Infektionsrate durch verschlüsselnde Ransomware in den Zeiträumen zwischen April 2014 und März 2015 sowie April 2015 und März 2016, so ergibt sich eine Steigerung um das Sechsfache innerhalb eines Jahres von 27 000 auf nun 158 000 Infektionen. Jede zehnte von ihnen betraf dabei einen Firmenrechner. Die Unternehmen scheinen sich der Gefahr klar bewusst zu sein: Die Umfrage besagt, dass 42,3 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen sowie immerhin 26,5 Prozent der kleinen Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern Verschlüsselungs-Trojaner aktuell als eine der größten Cyberbedrohungen ansehen.

Verschlüsselungs-Malware nimmt Firmen ins Visier

Für Cyberkriminelle sind Unternehmen und öffentliche Einrichtungen ein lukratives Ziel: Aufgrund der Bedeutung und Brisanz der Daten auf Firmenrechnern und der damit verbundenen finanziellen Aspekte ist die Wahrscheinlichkeit einer “Lösegeld-Zahlung” zur Entschlüsselung größer. Dementsprechend werden Unternehmen in E-Mails mit schädlichen Anhängen ganz gezielt angesprochen: Hinter vermeintlichen Bewerbungsunterlagen, verlockend klingenden Auftragsangeboten oder scheinbar unbezahlten Rechnungen kann sich Ransomware verbergen. Beliebt ist derzeit die Nutzung von Makros in Word-Dokumenten als Verbreitungsweg. Anhänge mit “.doc”-Endung werden von den Nutzern zumeist als harmlos eingestuft, können jedoch ausführbaren Programmcode enthalten, der Schädlinge aus dem Dokument extrahiert oder aus dem Internet nachlädt.

Betroffene Unternehmen sollten keinesfalls auf die Lösegeldforderungen eingehen, sondern zeitnah rechtliche Schritte einleiten. Für einige Ransomware-Varianten wurden zudem kostenfreie Entschlüsselungs-Tools veröfffentlicht, die online zum Download bereitstehen. Auch hier gilt es selbstverständlich, die Vertrauenswürdigkeit der jeweiligen Quellen im Vorfeld kritisch zu prüfen. Regelmäßige Backups auf externen Datenträgern, das zentrale Speichern und Verwalten wichtiger Daten in der Cloud sowie die Verwendung von AV-Software und Browser-Plugins zum Erkennen und Abwehren von Bedrohungen stellen sinnvolle Präventionsmaßnahmen dar. Sicherheit sollte jedoch nicht erst bei der Software und IT-Infrastruktur, sondern bereits beim Nutzer beginnen: Schulungen zur Sensibilisierung für Gefahren im Internet und zum kritischen Umgang mit Daten aus fragwürdigen Quellen können dazu beitragen, dass Ransomware gar nicht erst auf die Firmenrechner gelangt.

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