Tipps zum Schutz der Privatsphäre im Netz

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Ihre Privatsphäre in Internet wird nicht nur von Hackern und anderen bedroht, deren Handeln eindeutig illegal ist. Ihre persönlichen Daten sind die Währung, mit der Sie im Internet auch bei seriösen Anbietern bezahlen. Wenn Sie im Netz unterwegs sind, werden Sie täglich auf unzählige kostenlose Angebote stoßen. Der erste und vielleicht wichtigste Schritt zum Schutz Ihrer Privatsphäre besteht darin, sich in jedem Moment daran zu erinnern, dass kein Unternehmen zu dem Zweck gegründet wurde, Ihnen etwas zu schenken.


Laptop auf einem Tisch neben einer Tasse Kaffee, einem Taschenrechner und Papieren mit dem Wort "Privacy" auf dem Bildschirm

Zum Schutz der eigenen Privatsphäre im Netz kann man auch selbst ein paar Vorkehrungen treffen. (one photo / shutterstock.com)

Füttern Sie Suchmaschinen nicht unnötig mit Daten

Google ist ohne Zweifel die größte und wichtigste Suchmaschine, aber eben auch die mit dem größten Datenhunger. Google protokolliert nahezu alles, was Sie im Internet tun. Google weiß, welche Seiten Sie besuchen, welche Unterseiten Sie dort anklicken und wie lange sie auf jeder Unterseite bleiben. Wenn Sie ein Smartphone nutzen, weiß Google auch, wo Sie gewesen sind und ob Sie mit dem Auto oder zu Fuß unterwegs waren. Sie können vieles davon unterbinden, indem Sie die entsprechenden Einstellungen in Ihrem Google-Profil vornehmen. So sollten Sie zum Beispiel genau prüfen, ob Sie tatsächlich Dienste nutzen, für die Google Ihren Standort kennen muss. Ansonsten können Sie die Verwendung von Standortdaten deaktivieren. Alternativ können Sie natürlich auch komplett auf andere Suchmaschinen ausweichen. Es gibt durchaus Suchmaschinen, bei denen Datenschutz groß geschrieben wird.

Tracker lassen sich nur mit Zusatzprogrammen ausschalten

Die detaillierte Verfolgung der User im Netz erfolgt über eine Vielzahl spezieller Programme, die Tracker genannt werden. Vor diesen Trackern schützt Sie auch der Inkognito-Modus Ihres Browsers nicht. Für alle wichtigen Browser stehen aber Zusatzprogramme zur Verfügung, um Tracker und andere Spione zu blockieren.

Datenschutz und Soziale Netzwerke

Eigentlich geht es hier um zwei Fragen. Die erste Frage lautet, welche Daten der jeweilige Anbieter über Sie speichert. Geben Sie sich keinen Illusionen hin: Es sind sehr viele Daten und Sie können dagegen eigentlich sehr wenig tun, außer Ihren Account zu löschen. Es ist das einzige Geschäftsmodell von Facebook, Twitter und Co, Werbung gezielt exakt definierten Zielgruppen anzuzeigen. Nur damit verdienen sie Geld. Deswegen können diese Netzwerke nur existieren, wenn sie viel über ihre Nutzer wissen. Die zweite Frage lautet, wer alles sehen darf, was Sie in Sozialen Netzen veröffentlichen. Hier können Sie allerdings sehr viel tun. Jede Plattform bietet entsprechende Einstellmöglichkeiten Ihrer Privatsphäre. Es ist bisweilen ein wenig mühsam, sich durch die zahlreichen Menüs zu kämpfen, aber es lohnt sich.

Kostenlose Cloud Anbieter sind mit Vorsicht zu genießen

Es ist keine schlechte Idee, wichtige Daten im Internet zu sichern. Allerdings sind dazu Plattformen wie Dropbox oder Google Docs wenig geeignet, die eigentlich zum Teilen von Dokumenten gedacht sind. Auch für Cloud-Dienste gilt der Hinweis, dass die Anbieter irgendwie Geld verdienen müssen. Für wichtige Dokumente sollten Sie daher erwägen, eher mit Geld als mit Daten zu bezahlen. Zu bedenken ist auch, dass die Datenschutzgesetze des Landes gelten, in dem der Server steht. Für Server außerhalb der EU ist es daher schwer zu überblicken, wie sicher Ihre Daten sind.

Wählen Sie sichere Passwörter

Das wichtigste Sicherheitsmerkmal eines Passworts ist seine Länge. Idealerweise sollten Passwörter mindestens 12 Zeichen lang sein und sowohl Buchstaben als auch Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Außerdem sollte jedes Passwort nur für einen Online-Dienst genutzt werden. Das offensichtliche Problem besteht darin, sich all diese Passwörter zu merken. Glücklicherweise gibt es dazu inzwischen Hilfe in Form von Passwort-Managern. Wenn Sie einen solchen verwenden, brauchen Sie sich nur noch das Passwort des Passwort-Managers zu merken. Eine wirklich sinnvolle Erfindung, die Sie ausprobieren sollten!

Apps greifen auf Daten zu

Die Grenzen zwischen Apps und Malware verwischen allmählich. Viele Apps sammeln weit mehr Daten als sie benötigen, um sie an den Anbieter zu senden. Sogar einige Taschenlampen-Apps lesen Kontakte aus und übermitteln Standortdaten. Daher sollten Sie die Zugriffsberechtigungen aller Apps prüfen und Zugriffe auf das erforderliche Minimum begrenzen.

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